Es folgten keine Obduktion, kein Ermittlungsverfahren, kein Grab. Geblieben sind vier Gegenstände, die ein vierundzwanzigjähriger Sohn wiedererkannte.
Dieses Buch zeigt, warum der Fall weit mehr ist als ein ungeklärtes Verschwinden. Im Herbst 1913 war Diesels Motor die strategische Schlüsseltechnologie Europas: Er trieb die ersten U-Boote der Kaiserlichen Marine an, während die Royal Navy ihre Flotte auf Öl umstellte und der Erfinder öffentlich forderte, Länder ohne eigene Bohrlöcher sollten ihren Treibstoff auf den eigenen Feldern anbauen. Zugleich war er heimlich zahlungsunfähig.
Selbstmord, ein Auftrag aus Berlin, die Spur der Ölindustrie, das inszenierte Verschwinden: Alle vier Erklärungen werden an den Quellen geprüft und nach ihrer Tragfähigkeit geordnet, ohne Legenden, die ein Jahrhundert lang voneinander abgeschrieben wurden.
Ein Sachbuch über einen der größten Kriminalfälle der Technikgeschichte, über die Geburt der modernen Energieabhängigkeit und über den Mann, dessen Name zum Wort wurde.