»Die ganze Welt war voller unausgesprochener Wahrheiten.« Artie Dam ist ein Mann mit einem Geheimnis. Er verbringt seine Tage damit, Highschool-Kids amerikanische Geschichte beizubringen, beiläufig ihre Unwissenheit zu korrigieren und denen, die es am meisten brauchen, ein freundliches Wort zu schenken. Er geht mit seiner Frau auf Weihnachtspartys, plaudert mit Nachbarn und fährt mit seinem Segelboot hinaus in die weite Massachusetts Bay. Nach außen hin wirkt er zufrieden und gefestigt. Aber in seinem Inneren quält den 57-Jährigen eine tiefe Einsamkeit. Er blickt auf eine Welt, die aus den Fugen geraten ist. Und wälzt eine Frage immer wieder in seinem Kopf: Wie kommt es, dass wir so wenig voneinander wissen, selbst von denen, die uns am nächsten stehen? Dann erfährt Artie eines Tages, dass das Leben all die Jahre ein Geheimnis vor ihm verborgen hat, eines, das seine Welt auf den Kopf stellt. Und das sein Vertrauen in die Menschen, die ihm am meisten am Herzen liegen, in den Grundfesten erschüttert.
Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren. Sie zählt zu den großen amerikanischen Erzählstimmen der Gegenwart. Ihre Bücher sind internationale Bestseller und preisgekrönt. Für ihren Roman »Mit Blick aufs Meer« erhielt sie den Pulitzerpreis. »Die Dinge, die wir nicht sagen« ist Finalist des Booker Prize 2026. Bereits mit »Oh, William!« und »Die Unvollkommenheit der Liebe« war sie für den renommierten Literaturpreis nominiert. Für ihr Gesamtwerk wurde sie mit dem Siegfried Lenz Preis ausgezeichnet. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.
Sabine Roth übersetzt Literatur aus dem Englischen, u. a. Jane Austen, John le Carré, V.S. Naipaul, Lily King und Richard Osman.