WARUM HÄNGT EINE BAHN SEIT ÜBER HUNDERT JAHREN UNTER EINEM FLUSS — UND WAS HÄLT SIE DORT?
Über die Wuppertaler Schwebebahn gibt es Bildbände, Chroniken und Jubiläumsschriften. Was bislang fehlte, ist das eine Werk, das die Anlage nicht als Wahrzeichen behandelt, sondern als das, was sie ist: ein Ingenieurbauwerk mit Lastannahmen, Nachweisen und Grenzwerten.
SCHÖNE BILDER RECHNEN KEINE TRAGFÄHIGKEIT NACH
Wer an einem aufgeständerten Stahltragwerk plant, prüft oder instand setzt, findet in der vorhandenen Literatur Anekdoten statt Zahlen. Weshalb darf am Flusseisen von 1900 nicht geschweißt werden? Wie lang muss ein Übergangsbogen sein, damit ein hängender Wagenkasten nicht nachschwingt? Warum verkürzt Laub auf der Fahrschiene den Bremsweg-Nachweis um mehr als das Doppelte? Diese Fragen bleiben unbeantwortet — und genau sie entscheiden über Genehmigungsfähigkeit und Betriebssicherheit.
EIN VOLLSTÄNDIGES TECHNISCHES HANDBUCH
Dieses Werk führt Sie in 18 Kapiteln durch das gesamte System — von der Trassierung über Tragwerk, Werkstoffe und Ermüdung bis zu Fahrzeugtechnik, Energieversorgung, Sicherungstechnik, Betrieb und Instandhaltung. Jedes Kapitel folgt derselben Struktur: Lernziele, Herleitung aus den Grundlagen, vollständig durchgerechnete Beispiele mit allen Zwischenschritten und Einheiten, Übungsaufgaben mit Lösungen, Zusammenfassung.
WAS SIE KONKRET MITNEHMEN
Über 90 vollständig durchgerechnete Beispiele — mit jedem Zwischenschritt, jeder Einheit und jeder Plausibilitätsprüfung
180 Übungsaufgaben mit ausgearbeiteten Lösungen zur Selbstkontrolle
Ermüdungsnachweise nach Kerbfallkonzept, einschließlich der Kopplung von Korrosion und Rissfortschritt
Pendeldynamik vollständig hergeleitet — von der Bewegungsgleichung bis zur Restschwingung nach dem Bogeneintritt
Bremsweg-, Kraftschluss- und Lichtraumnachweise für Neigungen bis 40 Promille
70 Abbildungen: Schnittzeichnungen, Diagramme und Dokumentationstafeln
Fünf Anhänge mit Formelzeichen, Glossar, Literaturverzeichnis und Sachwortverzeichnis
Redaktionelle Prüfhinweise, die offenlegen, welche Angaben vor einer Verwendung gegen Primärquellen zu prüfen sind
WAS DIESES BUCH ANDERS MACHT
Mehrere Rechenbeispiele führen bewusst zu Ergebnissen, die zunächst nicht passen — eine Durchbiegung von 156 Millimetern, ein Bremsweg von 372 Metern. Sie wurden nicht geglättet. Der Umgang mit einem Ergebnis, das nicht aufgeht, ist eine Kernkompetenz des Ingenieurs, und genau die wird hier eingeübt.
FÜR WEN DIESES BUCH GESCHRIEBEN IST
Bauingenieure, die mit Nachrechnung, Erneuerung oder Instandhaltung genieteter Stahltragwerke befasst sind
Fahrzeug- und Elektroingenieure im spurgeführten Verkehr
Verkehrsplaner, die Leistungsfähigkeit, Umlaufzeiten und Kapazitätsgrenzen beurteilen müssen
Studierende der Bau-, Verkehrs- und Elektrotechnik, die an einem realen Sonderfall lernen wollen, wie Randbedingungen eine Konstruktion prägen
Prüfingenieure und Sachverständige, die Bestandsbauwerke aus der Zeit vor der Schweißtechnik bewerten
Technisch interessierte Leser, die wissen möchten, wie dieses Bauwerk wirklich funktioniert
Sichern Sie sich das Standardwerk, das Rechenweg und Konstruktionslogik dieses einzigartigen Verkehrssystems erstmals vollständig zugänglich macht.