Übergabenachweis, bestätigt mit dem Schlüssel der empfangenden Person und abgeschlossen durch einen öffentlichen Zeitstempel. An der Tür bestätigt die empfangende Person auf ihrem eigenen Telefon — nicht mit einem Krakel auf einem fremden Bildschirm — und der Zeitpunkt wird im öffentlichen Sigelith-Log festgehalten.
1. Der Shop druckt einen Code — Sein Plugin bringt einen signierten Code auf den Lieferschein und einen Link in die Versand-E-Mail. Der Code enthält weder Namen noch Adresse.
2. Der Kurier scannt ihn an der Tür — Sigelith Courier prüft die Signatur des Shops und öffnet eine kurze Sitzung, die per NFC (Telefone aneinandergehalten), Bluetooth oder QR-Code an die empfangende Person geht.
3. Die empfangende Person bestätigt — Auf dem eigenen Telefon, mit dem Link vom Shop und per Fingerabdruck, Gesicht oder Displaysperre. Der Code des Kuriers gilt zwei Minuten; läuft er ab, zeigt der Kurier einfach einen neuen.
4. Beides wird gestempelt — Die App des Kuriers zeichnet gegen, stempelt die Bestätigung und ihren eigenen Eintrag im öffentlichen Log — nur Hashes, offline in einer Warteschlange — und sendet die Nachweise an den Shop.
Mit Abholcode
Shops können statt der Signatur der empfangenden Person einen Abholcode wählen. Der Shop schickt der kaufenden Person einen Code per E-Mail; an der Tür scannt der Kurier ihn vom Bildschirm der empfangenden Person oder von einem Ausdruck, tippt ihn ein oder fotografiert ihn — oder erhält ihn per NFC oder Bluetooth aus ihrer App. Sigelith Courier prüft den Code mit dem Etikett, signiert den Eintrag und stempelt ihn. Die empfangende Person braucht keine App und keinen Passkey — nur die E-Mail.
Für Kuriere — Sigelith Courier
• Abholcode: liest den QR-Code der empfangenden Person oder die Zeichen auf einem Bildschirm oder Papier, nimmt den eingetippten Code an oder empfängt ihn per NFC und Bluetooth aus ihrer App.
• Der Schlüssel des Kuriers bleibt im sicheren Schlüsselspeicher des Telefons; ein Fingerabdruck gibt ihn für jedes Paket einzeln oder für 5 bis 60 Minuten frei.
Wenn die empfangende Person nicht bestätigt
• Ohne Bestätigung übergeben — Bei einem Nachbarn oder einer anderen Person abgegeben oder der empfangenden Person übergeben, die gerade kein Telefon, keinen Link oder kein Internet zur Hand hat oder nicht auf einem Telefon bestätigen möchte.
• Nicht übergeben — Ein Zustellversuch: niemand zu Hause, Annahme verweigert oder falsche Adresse.
Was der Nachweis zeigt — und was nicht
Er zeigt:
• dass der Shop den Code für dieses Paket ausgestellt hat;
• dass die Person, die den Link vom Shop hatte, die Übergabe bestätigt hat — nach dem Start der Sitzung des Kuriers, über den im Nachweis genannten Kanal (NFC, Bluetooth oder QR);
• dass die Bestätigung und der Eintrag des Kuriers spätestens zum Zeitpunkt ihrer öffentlichen Stempel existierten;
• mit Abholcode: dass das Telefon des Kuriers spätestens zum Zeitpunkt des Stempels den Code hatte, den der Shop nur der kaufenden Person geschickt hat;
• dass der Schlüssel des Kuriers die Bestätigung gegengezeichnet hat.
Er zeigt nicht:
• wer die Person war — nur, dass sie über den Link und ein Telefon verfügte;
• was im Paket war oder in welchem Zustand es war;
• wo es geschah — ein Standort in einem Eintrag ist eine Angabe des Kuriers;
• mit Abholcode: dass die empfangende Person an der Tür war — ein Code lässt sich fotografieren oder weitergeben;
• eine Zustellung im Rechtssinn — nach welchem Recht auch immer.
Datenschutz
Durch Sigelith laufen nur Nachweise: Die Server erhalten 32-Byte-Hashes zum Stempeln — nie Namen, Adressen, Codes, Bestätigungen, Einträge oder Fotos. Der Link vom Shop reist in dem Teil der Adresse, den Browser nie an einen Server senden. Der Standort des Kuriers ist freiwillig und standardmäßig ausgeschaltet; Fotos und Standort gehen nur an den Shop. Codes erkennt auf dem Telefon Google ML Kit, das technische Daten über seinen Betrieb an Google sendet.
Übergabenachweis, bestätigt von der empfangenden Person.
Aktualisiert am
12.10.2026