Der schlesische Dichter Daniel Casper von Lohenstein (1635–1683) gehört neben Gryphius zu den bedeutendsten Autoren des deutschen Barock. Er war Anwalt, Gesandter und Kaiserlicher Rat und verfasste zahlreiche kunstvolle Tragödien sowie – als Hauptwerk – den groß angelegten, jedoch unvollendeten Roman Arminius, der als Schlüsselroman über die gesellschaftliche und politische Situation im Deutschen Reich nach dem Dreißigjährigen Krieg gilt. Lohensteins Werke versammeln stets eine Fülle von Wissens- und Bildungsstoff und zeichnen sich durch grelle Effekte und bewegte Handlungsverläufe im Stil des Barocktheaters aus.
Einzeln ediert wurden bislang nur die Dramen (1953ff.) und die Gedichte (1992). Das Berliner Projekt ist somit die erste historisch-kritische, umfassend kommentierte Gesamtausgabe. Die Ausgabe ist auf insgesamt 22 Bände angelegt und in fünf Abteilungen gegliedert:
Abteilung I: Lyrik
(Bearbeiter: Lothar Mundt, Wolfgang Neuber, Thomas Rahn)
2 Teilbände, jeweils Texte u. Kommentare einschließend
Abteilung II: Dramen
(Bearbeiter: Lothar Mundt)
1.1. Ibrahim Bassa. Cleopatra – Text
1.2. Kommentar
2.1. Agrippina. Epicharis – Text
2.2. Kommentar
3.1. Ibrahim Sultan. Sophonisbe – Text
3.2. Kommentar
Abteilung III: Arminius
(Bearbeiter: N.N., Thomas Rahn)
8 Bände Text, 4 Bände Kommentar
Abteilung IV: Kleinere Prosa
(Bearbeiter: Lothar Mundt)
1 Band (Texte u. Kommentare)
Abteilung V: Übersetzungen
(Bearbeiter: Sebastian Neumeister)
1 Band (Texte u. Kommentare)