In dichter, oft schwer zu entschlüsselnder Bildsprache kreisen die Elegien um zentrale existenzielle Fragen: das Verhältnis des Menschen zum überwältigenden, fast unerträglich schönen Engel als Sinnbild einer höheren, dem Menschen unerreichbaren Vollkommenheit, die unaufhebbare Vergänglichkeit allen Seins, den Tod als integralen Bestandteil des Lebens sowie die Möglichkeit, gerade angesichts dieser Vergänglichkeit ein bejahendes, „verwandelndes“ Verhältnis zur Welt zu entwickeln.
Die 1923 veröffentlichten „Duineser Elegien“ gelten als Höhepunkt von Rilkes lyrischem Schaffen und als eines der philosophisch dichtesten Gedichtwerke der Moderne.