Anders als viele seiner romantischen Zeitgenossen verband Eichendorff diese lyrische Innerlichkeit mit einem festen katholischen Glaubensfundament, das seinem Werk trotz aller Melancholie eine tröstliche, geborgene Grundstimmung verleiht.
Seine Verse zeichnen sich durch klare Bildlichkeit, musikalischen Rhythmus und eine bewusst schlichte, fast liedhafte Sprache aus, die sie besonders für Vertonungen prädestinierte: Komponisten wie Robert Schumann („Liederkreis op. 39“), Felix Mendelssohn Bartholdy und Hugo Wolf setzten zahlreiche seiner Gedichte kongenial in Musik um. Die erste größere Sammelausgabe seiner Gedichte erschien 1837 und begründete seinen Ruf als „Dichter des deutschen Waldes“.