Zielt Edition auf ein professionelles Publikum, während Vermittlung dieses in Richtung nichtprofessioneller Publika überschreitet? Wie die Auffassung von ,Text‘ unterliegen auch die Adressatinnen und Adressaten von (zumal Hybrid- und Online-)Editionen einer Pluralisierung. Die Öffentlichkeiten werden vielfältiger und heterogener, und die Editionsvorhaben tragen dieser Entwicklung in ihrer Konzeption, ihrer didaktischen Aufbereitung und von den Zugangsmöglichkeiten her Rechnung bzw. werden dazu angehalten – unter anderem von ihren Fördergebern.
Ist Edition also letztlich doch gleich Vermittlung (geworden)? Dieser Frage gehen die hier versammelten interdisziplinären Beiträge nach.
Anke Bosse, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Österreich; Artur R. Boelderl, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Österreich.