Hamsun zeichnet mit psychologischer Schärfe das Porträt seiner Ausnahmemenschen, jener Helden, die sich den Konventionen der bürgerlichen Gesellschaft widersetzen. In der Keimzeit junger Liebe und unerfüllter Sehnsüchte entwickeln sich zwei parallele Geschichten, die unterschiedlicher nicht enden könnten. Während der eine an der Liebe wächst, droht sie den anderen zu verschlingen.
Mit der ihm eigenen suggestiven Sprachkraft fängt der spätere Nobelpreisträger die Atmosphäre der nordischen Metropole ein – von den ersten Morgenstunden, wenn schwere Bauernkarren mit Waren in die Stadt rollen, bis in die Nächte voller Gespräche und verzweifelter Gefühlsausbrüche.
Ein frühes Meisterwerk des norwegischen Modernisten, das die Themen von "Mysterien" und "Pan" vorwegnimmt: Die Unmöglichkeit der Liebe, das Unverständnis zwischen den Geschlechtern und die ewige Einsamkeit des sensiblen Individuums in einer oberflächlichen Welt.