Die Beiträge dieses Bandes wurden als liber amicorum für Klaus Erich Kaehler zu Problemdimensionen verfasst, die ihren gemeinsamen Fokus in Kaehlers Ansatz vom dezentrierten Subjekt haben. In ihnen wird nach Spuren der Dezentrierung des Subjekts schon in Hegels Werk gefahndet, die ambivalente Vollendungsgestalt des Subjekts bei Hegel, Schelling und der Frühromantik in den Blick genommen, am Beispiel der Zeit auf Heideggers Auseinandersetzung mit Hegel und Husserl aufmerksam gemacht und darauf, worin jeweils Husserl und Heidegger den letzten Grund für das Handeln verorten; des weiteren wird dem Thema des Begehrens über Alexandre Kojève, Hegels Vermittler in Frankreich, im Werk von Sartre und Levinas nachgegangen sowie das Konzept des anonymen Subjekts im Werk von Nishida untersucht und die Grenze von Sprache gegenüber dem Bezug auf imaginative Gehalte aufgezeigt. Im abschließenden Beitrag greift Klaus Erich Kaehler noch einmal die Eckpunkte seiner These vom dezentrierten Subjekt auf. Der Herausgeber: Hans Rainer Sepp lehrt an der Prager Karls-Universität und ist Direktor des dortigen Mitteleuropäischen Instituts für Philosophie.
Hans Rainer Sepps Arbeitsgebiete sind vor allem: Phänomenologie, Ethik, Ästhetik, Interkulturelle Philosophie, Philosophische Anthropologie. Nach Untersuchungen zu den praktisch-ethischen Konsequenzen der phänomenologischen Veränderung des Weltbezugs am Beispiel des Problems der Grenze, der Bildstruktur und des Lebensbegriffs beschäftigt sich Sepp vor allem mit dem Konzept einer „Philosophischen Europa-Forschung“ und mit einer auf der Grundlage einer erneuerten Phänomenologie der Leiblichkeit erarbeiteten „Oikophilosophie“.
Klaus Düsing ist Professor Emeritus am Philosophischen Seminar der Universität
zu Köln. Er studierte Philosophie, Germanistik und Klassische Philologie an den
Universitäten Köln und Zürich und hatte von 1975 bis 1980 eine Professur an der
Ruhr-Universität Bochum inne. Danach war er bis 1983 an der Universität-Gesamthochschule Siegen tätig und wirkte ab 1983 an der Universität zu Köln; dort bekleidete er auch das Amt des Vorstands des Philosophischen Seminars und des Husserl Archivs. – Klassische deutsche und klassische griechische Philosophie, Phänomenologie (Husserl, Heidegger), Ethik, Erkenntnistheorie, Subjektivitätstheorie. –
Klaus Erich Kaehler ist Professor Emeritus am Philosophischen Seminar der
Universität zu Köln und ehemaliger Direktor des Kölner Husserl-Archivs. Nach
einem Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg i. Br.
studierte er Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft an den Universitäten
Hamburg und Freiburg i. Br. Es folgten Lehrtätigkeiten an den Universitäten Freiburg, Heidelberg, Hamburg und Memphis/TN. Kaehler war Vizepräsident der G.-
W.-Leibniz-Gesellschaft und ist heute Mitglied ihres Vorstands sowie des Editorial
Board der Phaenomenologica und der Studia Leibnitiana. – Philosophie der Neuzeit und Moderne; Metaphysik und Metaphysikkritik; Subjekttheorie; Phänomenologie; Ästhetik
Christian Krijnen, geb. 1965, studierte Philosophie und Wirtschaftswissenschaften. Bis 2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Philosophie der VU Universität Amsterdam im Auftrag der Niederländischen Organisation für wissenschaftliche Forschung (NWO). Bis 1999 außerdem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Ethik der Universität Nijmegen (CEKUN). 2001 promovierte er an der VU University Amsterdam;
Christian Krijnen ist Associate Professor of Philosophy an der Vrije Universiteit Amsterdam, Faculty of Humanities, Niederlande.
Arbeitsschwerpunkte: Philosophie der Neuzeit; Erkenntnistheorie; Wissenschaftstheorie; praktische Philosophie; Metaphysik; Kulturphilosophie; Wirtschafts- und Organisationsphilosophie.
Dieter Lohmar, geb. 9. September 1955, ist ein deutscher Philosoph. Er studierte Mathematik und Philosophie an den Universitäten Köln, Bonn und Wuppertal. Nach der Promotion zum Dr. phil. 1986 an der Universität Köln und der Habilitation 1996 war er bis 2021 Direktor des Husserl-Archivs.
Seit 2011 Präsident der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung (DGPF).
Zur Zeit Editor der späten Manuskripte Edmund Husserls zur Raumkonstitution.
Forschungsschwerpunkte: die Phänomenologie Husserls, Transzendentalphilosophie, Britischer Empirismus, Anthropologie und Wissenschaftstheorie der Formalwissenschaften.
Professor Nenon, geb. 1951, arbeitete als Lektor am Husserl-Archiv und Dozent an der Universität Freiburg, bevor er an die University of Memphis kam. Dort ist er heute Professor für Philosophie und Dean des College of Arts and Sciences und war in mehreren führenden administrativen Funktionen tätig.
Seine Lehr- und Forschungsinteressen umfassen Husserl, Heidegger, Kant und den deutschen Idealismus, Hermeneutik und die Philosophie der Sozialwissenschaften. Er war Review Editor für Husserl Studies, Mitglied des Executive Committee der Society for Phenomenology and Existential Philosophy und Direktor des Centre for the Humanities. Zu seinen aktuellen Forschungsinteressen gehören Husserls Theorien der Person und Subjektivität sowie Kant und Hegels praktische Philosophie.
ist Professor für Philosophie an der Universität Wuppertal. – Aufklärung, klassische deutsche Philosophie und Nach-hegelsche Philosophie des 19. Jahrhunderts, Husserl, kritische Gesellschaftstheorie, Diskursethik
Inga Römer, geb. 9. Juni 1978 in Hamburg, ist Professorin für Philosophie an der Université Grenoble Alpes. Nach einem Studium der Philosophie, Neueren deutschen Literatur und Volkswirtschaftslehre in Hamburg und Bordeaux sowie einer Promotion (2008) und einer Habilitation in Philosophie an der Bergischen Universität Wuppertal, wo sie von 2008 bis 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin und von 2010 bis 2015 Akademische Rätin auf Zeit war wurde sie im Jahr 2016 in Frankreich auf einen Lehrstuhl für deutschsprachige Philosophie berufen.
Forschungsschwerpunkte: Sie befasst sich mit Fragen nach der Zeit, der Geschichte, der Subjektivität und der Person, der Ethik und der Metaphysik. Ihre Arbeiten stützen sich dabei vor allem auf Kant, Husserl, Heidegger, Ricœur und Levinas.
Jürgen Stolzenberg, geb. 1948, ist Professor emeritus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er studierte Musik, Philosophie und Germanistik in Köln, Stuttgart und Heidelberg und promovierte 1982 mit einer Arbeit zu Fichtes Begriff der intellektuellen Anschauung. 1993 Habilitation mit einer Untersuchung über die Begründung systematischer Philosophie im Marburger Neukantianismus und beim frühen Martin Heidegger (Georg-August-Universität Göttingen). Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 1994 DAAD-Gastdozentur an der Karls-Universität Prag; 1996 Lehrstuhlvertretung am Philosophischen Seminar der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. 2010/2011 Fellow der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, München mit einem musikphilosophischen Projekt. Gastprofessuren in Beijing und Nanjing. Von 1998 bis 2013 war er Professor für Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Forschungsschwerpunkte: Philosophie der Neuzeit; Kant und Deutscher Idealismus; Neukantianismus; Der frühe Heidegger; Ästhetik; Theorie der Subjektivität; Philosophie der Musik.
Günter Zöller ist Universitätsprofessor für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. – Kant und der deutsche Idealismus sowie politische Philosophie und Philosophie der Kunst, insbesondere Musikphilosophie