Er kämpfte gegen die Willkür der Krone und regierte am Ende selbst beinahe wie ein König: Oliver Cromwell gehört zu den widersprüchlichsten Figuren der europäischen Geschichte. Als Feldherr entschied er den englischen Bürgerkrieg, wirkte an der Hinrichtung Karls I. mit und schuf eine politische Ordnung, die Freiheit versprach, sich aber auf die Macht der Armee stützte. Wer war dieser Mann, der von den einen als Freiheitskämpfer und Wegbereiter moderner Politik angesehen wird, von den anderen hingegen als religiöser Eiferer und Militärherrscher.
Ronald G. Asch zeichnet das vielschichtige Porträt eines Herrschers voller Widersprüche:
Die Biografie erschließt Leben und Herrschaft einer historischen Schlüsselfigur und eröffnet einen fesselnden Einblick in eine Epoche, in der England seine politische Ordnung neu erfand. Zugleich zeigt sie, warum Cromwell bis heute verehrt, verurteilt und politisch vereinnahmt wird.
Ein kenntnisreiches und packend geschriebenes Buch über den Kampf um Macht, Glauben und politische Legitimität und über einen Mann, an dem sich bis heute die großen Fragen von Freiheit, Ordnung und Herrschaft studieren lassen.
Ronald G. Asch, geb. 1953, war von 2003 bis 2021 Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Freiburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört Großbritannien im 16. und 17. Jahrhundert und die vergleichende Geschichte der Monarchie und des Adels in der Frühen Neuzeit.