Der Verführer: Roman, Ausgabe 3

· Null Papier Verlag
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Die Geschichte eines jungen Mannes, der den ausschweifenden Lebensstil des Vaters nachzueifern sucht und dabei an dem Widerspruch zwischen einer idealisierten Liebe und der Realität zu scheitern droht. Seine Sucht nach Liebe, nach Wärme, nach Zugehörigkeit lässt ihn immer wieder für die Wahrheit seiner Existenz blind werden.

Ernst Weiß widmete dieses Werk Thomas Mann.

„Das Buch gehört zu dem Allerinteressantesten, das mir in Jahren vorgekommen, und während ich las, blätterte ich öfter zurück zur Widmung und freute mich, daß es mir gehört.“ (Thomas Mann in einem Dankesbrief an Weiß, 22.12.1937)

Mein schöner, viel zu früh verstorbener Vater hatte mich, wie ich glaubte, besonders in sein Herz geschlossen. Ich ihn aber noch mehr in das meine. Das wusste ich. Ich habe später niemals einen Menschen so geliebt wie ihn. Ja, die Summe aller Liebe, die ich später vielen Menschen gegenüber empfunden habe, hat das Maß meiner Liebe zu ihm niemals ganz erreicht. Denn ich, sein einziger Sohn, lebte so sehr in ihm und ging so in ihm auf, wie man sich nur in der vollen Jugend hingibt, wo alles noch grenzenlos ist und man den Tod nicht zu ahnen vermag.

Null Papier Verlag
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Die Geschichte eines jungen Mannes, der den ausschweifenden Lebensstil des Vaters nachzueifern sucht und dabei an dem Widerspruch zwischen einer idealisierten Liebe und der Realität zu scheitern droht. Seine Sucht nach Liebe, nach Wärme, nach Zugehörigkeit lässt ihn immer wieder für die Wahrheit ...

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Ernst Weiß (28.08.1882–15.06.1940) war ein österreichischer Arzt und Schriftsteller. Seine kritischen Erzählungen und Romane schwankten zwischen Jugendstil und Neuer Sachlichkeit. Früh schon erkannte er die Gefahr der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Da er mit seinen Arbeiten seinen Lebensunterhalt nicht decken konnte, unterstützten ihn die Schriftsteller Thomas Mann und Stefan Zweig. Als Weiß am 14. Juni 1940 den Einmarsch der deutschen Truppen in Paris von seinem Hotel aus miterleben musste, begeht er Selbstmord. Seine Selbsttötung wurde literarisch im Roman Transit von Anna Seghers verarbeitet. Seit seinem Tod ist ein großer Koffer mit unveröffentlichten Manuskripten verschwunden. Die Lage seines Grabes ist ungeklärt.
Ernst Weiß (28.08.1882–15.06.1940) war ein österreichischer Arzt und Schriftsteller. Seine kritischen Erzählungen und Romane schwankten zwischen Jugendstil und Neuer Sachlichkeit. Früh schon erkannte er die Gefahr der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Da er mit seinen Arbeiten seinen...

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