Was sie eint, ist weniger Glück als das gemeinsame Gewicht der Sehnsucht. Barbusse zeichnet mit zarter, fast lyrischer Hand das Porträt einer Generation, die noch nicht weiß, was die Geschichte mit ihr vorhat – eine Jugend im letzten ruhigen Atemzug vor dem großen Sturm. Die Figuren beten gleichsam zum Leben selbst: um Erfüllung, um Nähe, um das Unendliche, das sie in jedem Augenblick zu spüren glauben und doch nie ganz fassen können.
„Die Schutzflehenden" – meisterhaft übersetzt von Stefan Zweig – ist ein frühes, kaum bekanntes Werk eines Autors, der später mit „Das Feuer" die Schrecken des Ersten Weltkrieges zur Weltliteratur formen sollte. Hier aber ist er noch ganz bei der Jugend, bei der Stille, bei dem stillen Flehen des menschlichen Herzens nach Wärme und Bedeutung.
Ein vergessenes Juwel der französischen Literatur – und ein erschütterndes Dokument einer Epoche, die nicht wusste, dass sie zu Ende ging.