Salvator Rosa

· Schwabe Verlag (Basel)
Ebook
156
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Salvator Rosa ist der selbsternannte "Pictor Succensor", der vom "furor poeticus" angefeuerte, seiner Kunst und seinem Künstlertum allein verpflichtete Maler, der alles für Freiheit gibt und 'kynischen' Idealen entsprechend äusseren Reichtum und den Tod verachtet. Er ist gebildet und fordert ausdrücklich, dass der Künstler über Bildung verfüge: "Bisogna, che i Pittori siano eruditi [...]." Er schreibt Satyren, in denen er seine hohen Ansprüche formuliert, Missstände anklagt und selbst Raphael und Michelangelo von Kritik und Sarkasmus nicht ausnimmt. Für viele ist er ein "bello spirito", gesellig und beliebt, und ein "amico vero", anderswo wird er – wegen seines allzu selbstbewussten Auftretens – angefeindet und gemieden. Er ist als Landschaftsmaler erfolgreich und wird später in England in einem Atemzug mit Claude Lorrain und Gaspard Dughet genannt und gefeiert und als "especially English property" reklamiert. Für Lady Morgan steht Rosa kämpfend an vorderster Front "pencil in hand and revolver in belt". Er bürgt für "moral dignity", für andere, so für Füssli, verkörpert er "wildness" – im Kontrast zu Poussins "classic regularity". Rosa selbst kämpft Zeit seines Lebens um Anerkennung als Maler heroischer, grosser Themen: "E sempre vanno paesi el marinelle e sempre cosuccie, e io son pittore di cose grandi di figure eroiche." Salvator Rosa strebt nach einem "dominio del maggior sapere" und steht Tommaso Campanellas naturphilosophischen Vorstellungen nahe. In exzentrischen "concetti" verliert er sich nicht, sondern folgt Danielo Bartolis "Stile Serio, e severo". Er malt Philosophenbilder und findet sich in Meditation und bei Diogenes wieder. Vordergründig eine romantische Vorstellung, doch Rosa sucht und forscht tiefer – ein Leben 'zwischen Schlange und Nachtigall' ("tra il serpe, e il rosignuolo"), gelebt in Neapel, Rom, Florenz und wieder in Rom.
Salvator Rosa ist der selbsternannte "Pictor Succensor", der vom "furor poeticus" angefeuerte, seiner Kunst und seinem Künstlertum allein verpflichtete Maler, der alles für Freiheit gibt und 'kynischen' Idealen entsprechend äusseren Reichtum und den Tod verachtet. Er ist gebildet und fordert ausd...

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About the author

Werner Oechslin, 1944 in Einsiedeln geboren, studierte Kunstgeschichte, Archäologie, Philosophie und Mathematik in Zürich und Rom. Nach der Promotion 1970 war er Assistent an der Universität Zürich. Von 1975 bis 1980 lehrte er am Massachusetts Institute of Technology (MIT), an der Rhode Island School of Design (RISD) sowie an der Freien Universität Berlin, wo er sich 1980 habilitierte. Im selben Jahr erhielt er einen Ruf an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1985 unterrichtete er an der École d'Architecture in Genf. Von 1985 bis 2010 war Oechslin Ordinarius für Kunst- und Architekturgeschichte sowie von 1987 bis 2006 Direktor des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) an der ETH Zürich. 1987 war er Gastprofessor an der Harvard University. Er ist Mitglied des consiglio scientifico des Centro Internazionale di Studi di Architettura Andrea Palladio in Vicenza. In der Gründungsphase war er Mitglied des consiglio scientifico der Scuola di Architettura in Mendrisio. Werner Oechslin hat zahlreiche Beiträge zur Architektur- und Kunstgeschichte des 15. bis 20. Jahrhunderts publiziert. Den Schwerpunkt bilden die Studien zur Architekturtheorie, zur Architektur der Moderne, zum 18. Jahrhundert sowie Untersuchungen zu besonderen Problemen der Architekturzeichnung, Architekturtypologie und der ephemeren Architektur (Festarchitektur).
Werner Oechslin, 1944 in Einsiedeln geboren, studierte Kunstgeschichte, Archäologie, Philosophie und Mathematik in Zürich und Rom. Nach der Promotion 1970 war er Assistent an der Universität Zürich. Von 1975 bis 1980 lehrte er am Massachusetts Institute of Technology (MIT), an der Rhode Island Sc...

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