Nora Weinelt zeichnet die Wege nach, über die der aus der Mechanik stammende Begriff des Versagens Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch findet, und zeigt, dass er erst in unserer postmodernen Gesellschaft, in der noch jedes Scheitern nachträglich als Etappe zum Erfolg beschrieben werden muss, seine ganz und gar vernichtende Schlagkraft voll entfaltet.
Nora Weinelt studierte Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Italienische Philologie in München und Paris. Sie promovierte zu einer Poetik des Versagens im europäischen Roman um 1900. Zu ihren Interessen zählen außerdem Modetheorie und die Schnittstelle zwischen Literatur und Bildender Kunst.