Obwohl die Forschung zum Kapitalismus seit einigen Jahren das Eigentum an Grund und Boden als zentrales, konstitutives Merkmal hervorhebt, wissen wir erstaunlich wenig über das Verhältnis von Boden und Recht, die rechtliche Fassung und Dokumentation von Grund und Boden, die Wertermittlung und schließlich die Bedeutung des Bodens in sozialen und mentalen Kontexten und ihr Wandel seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Der vorliegende Band liefert Einblicke in die Erfassungsmethoden und Visualisierungsformen des materiellen und immateriellen Wertes von Grund und Boden im Spannungsfeld von Eigentum und Enteignung, Privat- und Gemeineigentum in historischer und international vergleichender Perspektive und erlaubt Einblicke in die Entstehung und den Wandel von Bodenordnungen und Raumbildungsprozessen.