Der Band untersucht diese Prozesse auf dem Territorium des heutigen Niedersachsen, das etwa 1,8 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aufnahm. Im Mittelpunkt stehen dabei die baulichen Objekte, die für die Unterbringung einer so großen Zahl von Menschen adaptiert oder neu errichtet wurden. Wie wurden die Notunterkünfte der ersten Nachkriegsjahre organisiert? Wie wurde eine langfristige Bereitstellung von Wohnraum und Infrastrukturen, etwa Sakralräumen realisiert? Welchen Anteil hatten die Neuankömmlinge selbst daran?
Ein weiterer Akzent liegt auf der Erhaltung dieser architektonischen Zeugnisse der Integrationsgeschichte, verbunden mit der Frage nach den Potentialen einer künftigen musealen Inszenierung und Vermittlung
Torsten Müller, Museumsdorf Cloppenburg; Beate Störtkuhl, BKGE Oldenburg; Matthias Weber, BKGE Oldenburg.