Hans Castorp plant nur einen kurzen Aufenthalt in einem Schweizer Sanatorium, um seinen lungenkranken Vetter zu besuchen. Doch schon bald zeigt auch er Symptome und findet sich als Patient auf dem »Berghof« wieder – einem Ort, der zugleich abgeschieden und übervoll an Begegnungen ist. Hier, weit über dem Alltag Europas, führt er Gespräche über Politik, Philosophie und Kunst, begegnet faszinierenden Charakteren und verfällt der Anziehungskraft Madame Chauchats. Thomas Mann zeichnet in seinem großen Zeitroman ein schillerndes Bild einer Welt am Rand des Abgrunds.
»Wer in die Welt von Thomas Mann eintaucht, der findet so schnell nicht mehr heraus.« DIE ZEIT
Thomas Mann wurde 1875 in Lübeck geboren und wohnte seit 1894 in München. 1933 verließ er Deutschland und lebte zuerst in der Schweiz am Zürichsee, dann in den Vereinigten Staaten, wo er 1938 eine Professur an der Universität in Princeton annahm. Später hatte er seinen Wohnsitz in Kalifornien, danach wieder in der Schweiz. Er starb 1955 in Zürich. 1929 erhielt er den Literaturnobelpreis.
Susan Sontag (1933–2004) erlangte Weltruhm durch ihre Essaysammlungen Kunst und Antikunst (Against Interpretation), Über Fotografie und Krankheit als Metapher. In Amerika, einer von vier Romanen Sontags, wurde 2000 mit dem renommierten National Book Award ausgezeichnet. 2013 erschien der zweite Band ihrer Tagebücher, der von der Kritik begeistert aufgenommen wurde.Jonathan Cott, geboren 1944, war langjähriger Redakteur des Rolling Stone und schrieb u.a. für Magazine wie The New York Times und The New Yorker. Seine Essays und Bücher zu Kunst, Literatur und Musik sowie seine Interviews mit so unterschiedlichen Künstlern wie Bob Dylan, Glenn Gould, Henry Miller, Werner Herzog oder Lou Reed haben ihn zu einem renommierten Kritiker der Gegenwart gemacht. Jonathan Cott lebt in New York City.