An den Grenzen der Sprache: Eine Studie zur "Musikalität" am Beispiel der Lyrik des russischen Dichters Afanasij Fet

· Frank & Timme GmbH
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Warum nennen wir ein Gedicht musikalisch, was macht es melodisch? Obwohl Musikalität und ähnliche auf Musik rekurrierende Begriffe traditionell Elemente der Literaturrezeption sind, gibt es keinen Konsens über deren Gebrauch. Um diese Lücke zu schließen, stellt der Autor ein terminologisches Modell vor, das Musikalität als explizit literarisches Phänomen ausweist. In detaillierten Analysen der Lyrik Afanasij Fets, der wie kaum ein zweiter russischer Dichter als musikalisch apostrophiert wird, gelingt es dem Autor, die Interpretationen verifizierbar zu machen, die Lyrik in Analogien zur Musik beschreiben. Sein analytischer Vorstoß besteht in der Gewichtung der Gedichtkomponenten im Prozess der Sinnbildung. Basierend auf der formalistischen Hypothese der Selbstwertigkeit des Materials wird gezeigt, wie nicht-lexikalische Komponenten durch Wiederholungs- und Kontraststrukturen ästhetische Prägnanz erzielen.
Warum nennen wir ein Gedicht musikalisch, was macht es melodisch? Obwohl Musikalität und ähnliche auf Musik rekurrierende Begriffe traditionell Elemente der Literaturrezeption sind, gibt es keinen Konsens über deren Gebrauch. Um diese Lücke zu schließen, stellt der Autor ein terminologisches Mode...

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