Häufig verweigert Oscar Wilde in seinen Erzählungen die vertraute Moral oder das Happy End. Er verlässt die literarisch festgefahrenen Pfade, in denen das Gute über das Böse siegt. So bleibt das Opfer des eigenen Lebens um einen anderen glücklich zu machen, sinnlos und wird von niemandem gewürdigt wie in "Die Nachtigall und die Rose". In "Der ergebene Freund" wird Freundschaft ad absurdum geführt, gerade der "ergebene" Freund nutzt egoistisch den wirklich Gutmütigen und leider auch Schwächeren bis zu dessen Tod aus. Mit seiner heiteren Schauergeschichte "Das Gespenst von Canterville", verdreht Wilde einmal mehr die gewohnte Betrachtungsweise des Lesers: eine moderne amerikanische Familie rückt einem Jahrhunderte alten englischen Gespenst zu Leibe und wir leiden mit der gebeutelten Spukgestalt.
Häufig verweigert Oscar Wilde in seinen Erzählungen die vertraute Moral oder das Happy End. Er verlässt die literarisch festgefahrenen Pfade, in denen das Gute über das Böse siegt. So bleibt das Opfer des eigenen Lebens um einen anderen glücklich zu machen, sinnlos und wird von niemandem gewürdig...