In Kapiteln wie „Haushaltsökonomie als Leitprinzip nachhaltiger Entwicklung“ und „Wirtschaftssystem und Naturhaushalt, Ökonomik und Ökologie“ werden die komplexen Wechselwirkungen zwischen Ökonomie und Ökologie verständlich aufbereitet. Der Autor begründet, dass die Differenzierung von Produktion und Konsum aufgegeben werden sollte, weil alle ökonomischen Akteure und Organisationen Prosumenten sind und in dieser Rolle gestärkt werden sollten. In der nachhaltigen Ökonomie werden informelle und formelle Organisationen der Haushalts- und Gemeinwirtschaft basale Funktionen zu erfüllen haben, zu denen beispielsweise Selbsthilfegruppen, Non-Profit-Organisationen und gemeinwirtschaftliche Unternehmen gehören. Am „Beispiel Deutschland“ wird eine institutionelle Architektur für eine moderne nachhaltige Ökonomie entworfen.
Ein unverzichtbares Werk für Akteure in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, die nach neuen Perspektiven für eine zukunftsfähige Ökonomie suchen und das dazu anregen soll, den ökologischen Umbau der Wirtschaft nicht nur mitzutragen, sondern selbstorganisiert zu gestalten.
Michael-Burkhard Piorkowsky ist Betriebs- und Volkswirt sowie Prof. em. für Haushalts- und Konsumökonomik an der Universität Bonn und Mitherausgeber der Reihe „Kritische Verbraucherforschung“. Er publiziert seit Jahrzehnten über die produktive Rolle der Verbraucher und die ökologische Einbettung der Wirtschaft.