Seit über sechzig Jahren horcht die Menschheit an fremden Sternen – und hört nichts.
Enrico Fermi stellte die Frage 1950 beiläufig in der Kantine von Los Alamos: Wo sind sie alle? Sie ist bis heute offen, und sie ist unbequemer geworden. Denn das Schweigen ist keine Leerstelle. Es ist ein Befund.
Dieses Buch führt durch die Drake-Gleichung, die Jagd nach Exoplaneten, die Falle der bewohnbaren Zone, den Großen Filter, die 72 Sekunden des Wow!-Signals, die Mauer der Entfernungen und die Grenzen jeder denkbaren Verständigung – ohne Verschwörungsfolklore und ohne den bequemen Trost, wir seien eben allein. Beides sind Abkürzungen, und die Daten geben keine her.
Am Ende hat jeder Versuch, die Frage nach den anderen zu beantworten, vor allem uns vermessen: unsere Reichweite, unseren Lärm, unsere mögliche Dauer. Entweder sind wir allein im Universum, oder wir sind es nicht – und beide Möglichkeiten sind erschreckend.
Ein klares, faktenstarkes Sachbuch über außerirdisches Leben, SETI und die Suche nach Signalen im All – für Leser, die Astronomie ohne Märchen wollen.