Seit ihren Anfängen ist die Reihe bei ihren wesentlichen Anliegen geblieben. In einer bewährten Dreiteilung wollen ihre Bände in einem ersten Teil einen Ãberblick Ãŧber den jeweiligen historischen Gegenstand geben. Ein zweiter Teil wird bestimmt durch einen ausgiebigen ForschungsÃŧberblick, der nicht nur den Studierenden in einem historischen Forschungsgebiet eine Ãbersicht Ãŧber gegenwärtige wie vergangene thematische Schwerpunkte und vor allem Debatten gibt. Denn angesichts der Komplexität, Internationalität sowie der zeitlichen Tiefe, die fÃŧr solche Diskussionen kennzeichnend sind, stellt es auch fÃŧr Wissenschaftler eine zunehmende Herausforderung dar, Ãŧber die wesentlichen Bereiche einer Forschungsdebatte informiert zu bleiben. Hier leistet die Reihe eine wesentliche Hilfestellung â und hier lässt sich auch das Merkmal identifizieren, das sie von anderen Publikationsvorhaben dieser Art deutlich abhebt. Eine umfangreiche Bibliographie rundet als dritter Teil die jeweiligen Bände ab.
Im Laufe ihrer eigenen Historie hat der Oldenbourg Grundriss der Geschichte auf die Veränderungen in geschichtswissenschaftlichen Diskussionen und im Geschichtsstudium reagiert. Sie hat sich nach und nach neue Themenfelder erschlossen. Es geht der Reihe in ihrer Gesamtheit nicht mehr ausschlieÃlich darum, in der griechisch-rÃļmischen Antike zu beginnen, um das europäische Mittelalter zu durchschreiten und schlieÃlich in der Neuzeit als unserer erweiterten Gegenwart anzukommen. Dieser Gang durch die Chronologie der deutschen und europäischen Geschichte ist fÃŧr die Orientierung im historischen Geschehen weiterhin grundlegend; er wird aber zunehmend erweitert durch Bände zu nicht europäischen Themen und zu thematischen Schwerpunkten. Die Reihe dokumentiert damit die inhaltlichen Veränderungen, die sich in den Geschichtswissenschaften international beständig vollziehen.
Mit diesen Inhalten wendet sich die Reihee einerseits an Studierende, die sich die Komplexität eines Themenfeldes nicht nur inhaltlich, sondern auch forschungsgeschichtlich erschlieÃen wollen. Andererseits sollen Lehrende in ihrem Anliegen unterstÃŧtzt werden, Themengebiete in Vorlesungen und Seminaren vermitteln zu kÃļnnen. Im Mittelpunkt steht aber immer der Versuch zu zeigen, wie Geschichte in ihren Ereignissen und Strukturen durch Wissenschaft gemacht wird und damit selbst historisch gewachsen ist.
Hans Beck
Karl-Joachim HÃļlkeskamp
Achim Landwehr
Steffen Patzold
Benedikt Stuchtey