»Unser Schreibzeug arbeitet mit an unseren Gedanken.« Vor dem Hintergrund dieses Nietzsche-Zitats zeigt Gerrit Fröhlich: Selbstführung ist eng gebunden an die Möglichkeiten, sich medial darzustellen. Wer an sich arbeiten will, greift häufig auf Medien zurück – auf Tagebücher, Listen und Vorher-Nachher-Bilder, immer häufiger aber auch auf Schrittzähler oder Diät-Apps.
Die Studie analysiert die Rolle der Medien bei der Selbstführung, gibt einen Überblick über die Formen dieser medienbasierten Selbsttechnologien und beschreibt die wichtigen technischen Zäsuren der letzten zwei Jahrhunderte.
Gerrit Fröhlich (Dr. phil.) ist promovierter Mediensoziologe und lehrte und forschte viele Jahre in den Bereichen Medien- und Kultursoziologie. Seit 2023 ist er alsb wissenschaftlicher Mitarbeiter und Produktmanager am Leibniz-Institut für Psychologie in Trier beschäftigt