Ist unsere Welt noch zu retten? Darüber gehen die Meinungen auseinander: Während die Alten zur Ruhe mahnen, haben die Jungen keine Zeit mehr zu verlieren. Während die einen auf den allmählichen Bewusstseinswandel der Mehrheit und auf demokratische Willensbildung setzen, flüchten sich die anderen in panischen Aktivismus und politische Radikalisierung. Für sie, die junge Generation, steht einfach zu viel auf dem Spiel: die natürlichen Lebensgrundlagen und Ressourcen des Planeten, das Klima und die Erderwärmung, angesichts einer plutokratischen Weltelite aber auch Verteilungs- und Gerechtigkeitsfragen, nicht weniger als die Zukunft der Menschheit.
Die Kluft, die sich in unseren westlichen Gesellschaften zwischen den Generationen auftut, wird von Tag zu Tag größer: die einen bewahrend, zur Zuversicht mahnend und auf Reformen hoffend, die anderen fatalistisch bis apokalyptisch gestimmt, verzweifelt resignierend oder verzweifelt kämpferisch. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis die zum Zerreißen angespannte politische Lage eskaliert. Gelingt es Tibor, Lilla zurückzugewinnen? Und kann sie seine väterliche Liebe vor einem fatalen Schritt bewahren?
Dirk Kurbjuweit, geboren 1962 in Wiesbaden, zählt zu den vielseitigsten und renommiertesten Autoren unserer Gegenwart. Als Zeit- und Spiegel-Reporter einer breiten Leserschaft bekannt, überzeugte er schon früh als Erzähler. Nach dem Debüt »Die Einsamkeit der Krokodile« (1995) wurden besonders die Novelle »Zweier ohne« (2001) und der Roman »Angst« (2013) von der Kritik gefeiert. Zuletzt sorgten der Roman »Haarmann« (2020) und die Erzählung »Der Ausflug« (2022) für breites Presse-Echo. Etliche seiner literarischen Erfolge dienten als Vorlage für Verfilmungen, Theaterstücke und Hörspiele.