Macabéa und Rodrigo sind Figuren in einem Spiel, mit dem die große brasilianische Schriftstellerin Clarice Lispector unsere Vorstellungen von Armut, Liebe, Identität und Fiktion auf den Kopf stellt. In ihrem letzten Roman, der als Schlüssel zu ihrem Werk gilt, öffnet sie weit die Türen zu ihrer Gedankenwelt und den Mysterien des Lebens. Ein schillerndes, spielerisches, kapriziöses Leseerlebnis, das man so schnell nicht vergisst.
Clarice Lispector, geboren 1920 in der Ukraine, floh mit ihrer Familie vor Pogromen in den ländlichen Norden Brasiliens und lebte später in Rio de Janeiro. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend, studierte sie Jura und begann eine Karriere als Journalistin. Im Alter von dreiundzwanzig Jahren wurde sie Schriftstellerin – und rasch zur Kultautorin. Sie schrieb Romane, Erzählungen, Kinderbücher sowie literarische Kolumnen und wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet. Ihr Werk erscheint – überwiegend in Erst- oder Neuübersetzungen – in Deutschland im Penguin Verlag.
Colm Tóibín (geb. in Enniscorthy, Irland) ist ein irischer Schriftsteller, Journalist und Essayist. Er zählt zu den bekanntesten Stimmen der zeitgenössischen irischen Literatur und wurde unter anderem mit dem International Dublin Literary Award und dem Folio Prize ausgezeichnet. Zu seinen bekanntesten Romanen gehören The Blackwater Lightship, The Master, Brooklyn und The Testament of Mary.
Luis Ruby, 1970 in München geboren, übersetzt neben Clarice Lispector Autoren wie Hernán Ronsino, Isaac Rosa und Niccolò Ammaniti. Er wurde für seine Arbeit u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis und dem Münchner Literaturstipendium ausgezeichnet.