Doktor Faustus

· der Hörverlag · Narrated by Michael Mendl, Ulrich Noethen, Michael Habeck, Matthias Habich, Traugott Buhre, Hanns Zischler, Jens Harzer, Nina Kunzendorf, and Werner Wölbern
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12 hr 54 min
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»Dein Leben soll kalt sein – darum darfst du keinen Menschen lieben!«

»Dein Leben soll kalt sein – darum darfst du keinen Menschen lieben!« Das ist der Preis, den der geniale Komponist Adrian Leverkühn dem Teufel dafür bezahlen muss, dass ihn die Inspiration nicht mehr verlässt. Die Regie von Leonhard Koppelmann hält gekonnt die Balance zwischen der dämonisch-düsteren Grundstimmung und den humoristischen Zwischenakkorden. Gemeinsam mit dem Komponisten Hermann Kretzschmar lässt der Regisseur einen klanggewaltigen Hörfilm mit musikalischer Tiefenschärfe abrollen, bei dem Dialogszenen, Erzählertexte, Musik und Geräusche harmonisch zusammenklingen.

Produktion: Hessischer Rundfunk/Bayerischer Rundfunk in Kooperation mit der Intaernationale Ensemble Modern Akademie 2007

Hörspiel mit Michael Mendl, Ulrich Noethen, Michael Habeck, Matthias Habich, Traugott Buhre, Hanns Zischler, Jens Harzer, Nina Kunzendorf, Werner Wölbern
12h 54min

»Dein Leben soll kalt sein – darum darfst du keinen Menschen lieben!« »Dein Leben soll kalt sein – darum darfst du keinen Menschen lieben!« Das ist der Preis, den der geniale Komponist Adrian Leverkühn dem Teufel dafür bezahlen muss, dass ihn die Inspiration nicht mehr verlässt. Die Regie von Le...

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Thomas Mann wurde 1875 in Lübeck geboren und wohnte seit 1894 in München. 1933 verließ er Deutschland und lebte zuerst in der Schweiz am Zürichsee, dann in den Vereinigten Staaten, wo er 1938 eine Professur an der Universität in Princeton annahm. Später hatte er seinen Wohnsitz in Kalifornien, danach wieder in der Schweiz. Er starb 1955 in Zürich. 1929 erhielt er den Literaturnobelpreis.

Michael Mendl (1944–2026) gelang 1991 mit Sönke Wortmanns »Kleine Haie« der Durchbruch. Das breite Spektrum seiner Rollen macht ihn zu einem der gefragtesten Charakterdarsteller des deutschen Films. Durch Rollen in bedeutenden Produktionen wie Joseph Vilsmaiers »Schlafes Bruder«, Oliver Hirschbiegls »Der Untergang« oder als Willy Brandt in »Im Schatten der Macht« machte er sich ebenso einen Namen wie mit seinen Rollen an den verschiedensten deutschen Bühnen. So spielte er beispielsweise am Bayerischen Staatsschauspiel München, am Düsseldorfer und Hamburger Schauspielhaus oder bei den Salzburger Festspielen. Ausgezeichnet wurde er für seine Leistung u. a. mit dem Bayerischen Filmpreis 1998, 2004 ehrte man ihn als Besten deutschen Schauspieler mit der Goldenen Kamera. Seine Stimme ist aus Hörspielproduktionen wie »Doktor Faustus« nach Thomas Mann oder »Baudolino« nach Umberto Eco bekannt.

Ulrich Noethen, geboren 1959 in München, ist ein vielseitiger Schauspieler, der den Bösewicht genauso überzeugend verkörpert wie den gutmütigen Kinderstar. Das junge Publikum kennt Ulrich Noethen als Herr Taschenbier in der Verfilmung der Sams-Bücher und als Vater Bernhard in den Bibi Blocksberg-Filmen. Mit seiner melodiösen, warmen Erzählstimme hat er viele Hörbücher gesprochen. Nach seiner Schauspielausbildung an der Hochschule für Darstellende Kunst in Stuttgart, spielte er auf vielen Bühnen klassische und moderne Rollen. In den letzten zehn Jahren war er zunehmend und mit großem Erfolg als Filmschauspieler tätig. Er wurde u.a. mit dem Goldenen Löwen, dem Bayerischen Filmpreis und dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.

Michael Habeck hatte nach seiner Ausbildung an der Schauspielschule Ruth von Zerboni in München Engagements an verschiedenen deutschen Bühnen, u. a. an den Münchener Kammerspielen, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und am Münchner Volkstheater. Dem breiten Publikum bekannt ist er aus zahlreichen TV-Produktionen wie »Tatort«, »Der Ermittler« und »Forsthaus Falkenau«, aber auch aus internationalen Produktionen wie z. B. »Der Name der Rose« und »The Bourne Identity«. Als Synchronsprecher lieh er u. a. Danny De Vito, Oliver Hardy und dem Flintstone Barny Geröllheimer seine Stimme. Er verstarb im Februar 2011.

Matthias Habich, 1940 in Danzig geboren ist ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher. Seit 1965 stand er in unzähligen Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera (u.a. »Nirgendwo in Afrika«, »Der Vorleser«, »Ein halbes Leben«) und wirkte in etlichen Theaterinszenierungen. Er setzt sich für die Verbesserung der prekären Wirtschaftssituation von Schauspielenden ein und wurde dafür 2022 mit dem Götz-George-Preis ausgezeichnet. Für seine umfangreichen Schauspielengagements wurde er u.a. ausgezeichnet mit dem Grimme-Preis, dem Goldenen Löwe, dem Deutschen Fernsehpreis oder dem Deutschen Filmpreis.

Traugott Buhre (1929–2009) gehörte zu den besten Schauspielern und galt als einer der großen Charakterdarsteller auf deutschen Bühnen. Bekannt und berühmt ist er spätestens seit de Thomas-Bernhard-Stück »Der Theatermacher«, das ihm in der Regie von Claus Peymann und seit der ersten Inszenierung 1985 wie auf den Leib geschrieben schien. Als Filmschauspieler war Traugott Buhre u.a. in »Anatomie« und »Notturno« zu sehen, der Verfilmung von Franz Schuberts Leben.

Hanns Zischler arbeitet als Schauspieler und Publizist in Berlin und anderswo. Neben seiner Mitwirkung im Fernsehen und in internationalen Filmen gründete er 2006 den Alpheus Verlag wieder. 1996 erschien »Kafka geht ins Kino«, 2008 (mit Sara Danius) »Nase für Neuigkeiten - Vermischte Nachrichten von James Joyce«; 2010, zusammen mit Hanna Zeckau: »Der Schmetterlingskoffer«, und ebenfalls 2010 zusammen mit Friederike Gross der Comic »Aus der Nachwelt«. 2009 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis (für Essayistik) der Akademie der Künste, Berlin, 2010 den Deutschen Hörbuchpreis.

Jens Harzer, 1972 in Wiesbaden geboren, besuchte die Otto-Falckenberg-Schule in München. Von 1993 an war er 16 Jahre lang Mitglied im Schauspielerensemble von Dieter Dorn: zunächst an den Münchner Kammerspielen, dann am Bayerischen Staatsschauspiel. Außerdem hatte er Engagements u.a. an der Schaubühne Berlin, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, am Schauspiel Frankfurt, bei der RuhrTriennale, am Deutschen Theater Berlin und am Wiener Burgtheater. Seit 2009 ist Jens Harzer festes Ensemblemitglied des Thalia Theaters Hamburg. Bereits zweimal, 2008 und 2011, wurde Jens Harzer von der Zeitschrift Theater heute zum Schauspieler des Jahres gewählt.

Nina Kunzendorf, geboren 1971, begann ihre Schauspielkarriere am Theater, Engagements führten sie u. a. an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg und die Münchner Kammerspiele. Dem breiten Publikum ist sie jedoch eher durch ihre zahlreichen Kino- und TV-Rollen bekannt. Für ihre darstellerische Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bayerischen Fernsehpreis, dem Grimme-Preis und dem Deutschen Filmpreis. Von 2011 bis 2013 spielte sie die Frankfurter »Tatort«-Kommissarin Conny Mey. Als Sprecherin ist Nina Kunzendorf u. a. in den Rundfunk-Hörspielproduktionen »Doktor Faustus« nach Thomas Mann oder »Malina « nach Ingeborg Bachmann zu hören.

Werner Wölbern, geboren 1961, absolvierte seine Ausbildung an der Folkwang-Schule in Essen. Es folgten Theaterengagements am Schauspielhaus Düsseldorf, dem Thalia Theater Hamburg, dem Burgtheater Wien und bei den Salzburger Festspielen. Er wirkte in vielen Film- und Fernsehproduktionen mit, u.a. ist er der Staatsanwalt Bachmann im Frankfurter »Tatort« oder Gustav Stresemann in der Serie »Babylon Berlin«. Seine Stimme ist in zahlreichen Hörspielen zu hören, z. B. in Christa Wolfs »Medea«, in »Bel Ami« nach Guy de Maupassant oder »Früchte des Zorns« nach John Steinbeck; in Franz Fühmanns »Prometheus« spricht er die Titelrolle, in »Der Steppenwolf« nach Hermann Hesse den Neffen und in »Otherland« von Tad Williams eine der Hauptrollen, John Wulgaru.

Leonhard Koppelmann, geboren 1970 in Aachen, führte 1996 zum ersten Mal bei einem eigenen Hörspiel Regie. Seitdem arbeitet er als freier Hörspielautor und als Theater- und Hörspielregisseur. So sind inzwischen unter seiner Regie über 200 Hörspiele entstanden, z. B. »Maria, ihm schmeckt’s nicht« sowie »Drachensaat« von Jan Weiler, »Homo Faber« von Max Frisch, »Baudolino« von Umberto Eco, »Der unbekannte Kosmos des Alexander von Humboldt« und – hochgelobt – »Wassermusik« von T. C. Boyle sowie »Doktor Faustus« von Thomas Mann, die alle im Hörverlag erschienen sind. In seinen Inszenierungen stehen vor allem die Schauspieler und Schauspielerinnen im Mittelpunkt, mit ihnen arbeitet er intensiv die individuellen Qualitäten der verschiedenen Autoren und Autorinnen aus. So entstehen äußerst vielfältige und höchst verschiedenartige Produktionen unter seiner Regie.

Thomas Mann wurde 1875 in Lübeck geboren und wohnte seit 1894 in München. 1933 verließ er Deutschland und lebte zuerst in der Schweiz am Zürichsee, dann in den Vereinigten Staaten, wo er 1938 eine Professur an der Universität in Princeton annahm. Später hatte er seinen Wohnsitz in Kalifornien, da...

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