Es ist keine gute Idee, in Afghanistan einzumarschieren. Im 19. Jahrhundert erlitten die Briten dort die vielleicht größte Niederlage ihrer Kolonialgeschichte. In den 1980er Jahren scheiterte die Sowjetunion bei dem Versuch, das Land zu unterwerfen. Doch die USA und ihre Verbündeten haben aus der Vergangenheit nichts gelernt. Ohne Plan und klare Ziele besetzten sie 2001 Afghanistan. Sie finanzierten ein korruptes Regime in Kabul, während Tausende Zivilisten bei Drohnenangriffen und nächtlichen Razzien starben: Jeder Bärtige galt als Terrorist. Ein Land verändern zu wollen, ohne es zu verstehen – das ist Größenwahn.
Ungekürzte Lesung mit Steffen Groth
6h 43min
Michael Lüders studierte Politik- und Islamwissenschaften in Berlin und Damaskus und war lange Jahre Nahost-Korrespondent der Hamburger Wochenzeitung »DIE ZEIT«. Er war Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, in Nachfolge des verstorbenen Peter Scholl-Latour, und Mitglied im Afghanistan-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags. Er hält Vorträge über das Spannungsverhältnis zwischen dem Westen und der arabisch-islamischen Welt und ist häufiger Gast in Hörfunk und Fernsehen. Auf YouTube äußert sich Michael Lüders regelmäßig zu aktuellen politischen Themen. Zuletzt erschienen von ihm bei Goldmann die SPIEGEL-Bestseller »Moral über alles?« und »Krieg ohne Ende?«.www.michael-lueders.de YouTube: @michaelluders1787
Steffen Groth, geboren 1974 in West-Berlin, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule Ernst Busch in Berlin. Nach Engagements an einigen namhaften Theaterbühnen, u.a. am Maxim-Gorki-Theater, wurde er einem breiteren Publikum durch zahlreiche Auftritte in Film und Fernsehen bekannt. Neben Rollen im »Großstadtrevier« und anderen Kriminalserien war er auch mehrmals im »Tatort« zu sehen. Für den Hörverlag las Steffen Groth zuletzt die Titel »Wer den Wind sät«, »Never say anything« und »Moral über alles« von Michael Lüders.