Wer glaubt, das Wintermärchen zu kennen, wird überrascht werden, denn Gerd Wameling zeigt mit spöttisch bissiger und satirisch pointierter Sprache einen neuen und zugleich alten Heinrich Heine: den der untrüglichen Scharfsicht und der sprachlichen Brillanz, den des originellen Wortspiels und des klugen Humors.
(Laufzeit: 1h 34)
Geboren am 13.12.1797 in Düsseldorf als Sohn des jüdischen Schnittwarenhändlers Samson Heine. 1810-1814 Lyzeum Düsseldorf. 1815 kaufmännischer Lehrling in Frankfurt/Main. 1816 im Bankhaus seines vermögenden Onkels in Hamburg. Mit Unterstützung des Onkels Jurastudium in Bonn. 1820 nach Göttingen, relegiert wegen eines Duellvergehens. 1821-1823 Studium in Berlin. 1831 Reise nach Paris zum endgültigen Aufenthalt. 1835 Verbot seiner Schriften in Deutschland. Heine starb am 17.2.1856 in Paris.
Gerd Wameling, 1948 in Paderborn geboren, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen. Peter Stein holte ihn 1974 nach Berlin an die Schaubühne, deren Ensemble Gerd Wameling fast 20 Jahre lang angehörte. Die Inszenierungen von Peter Stein, Luc Bondy und anderen hatten in jenen Jahren Ereignischarakter, erweckten weltweit Interesse und wurden zur Pilgerstätte von Theaterbegeisterten und zum Synonym für ein Ensemble einzigartiger Schauspieler. Ab 1992 arbeitete Gerd Wameling frei. Einem breiten Publikum ist er vor allem als Staatsanwalt Dr. Fried aus der SAT1-Serie »Wolffs Revier« bekannt, den er 7 Jahre lang verkörperte. 1993 wurde er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.