Als Mädchen ist sie im Rhein hinter den Kohleschleppern hergeschwommen. Sie hatten den jungen Männern in Mainz die Köpfe verdreht. Doch als die Nazis an die Macht kommen und die junge Jüdin Gudrun Samuel sich entscheidet, mit gefälschten Papieren Deutschland zu verlassen, wird sie gefasst und kommt in Gestapo-Haft. Ihr gelingt die Flucht, aber sie ist nun nicht mehr das Mainzer Mädchen Gudrun, sondern die flüchtende Judy: in der transsibirischen Eisenbahn und im Judenghetto von Shanghai. Sie überlebt den Krieg, doch die Odyssee geht weiter. Das Mädchen im Strom ist ein ergreifender Roman über das einzigartige Schicksal einer Frau im 20. Jahrhundert.
Claudia Michelsen leiht Bodes Romandebüt ihre ausdrucksstarke Stimme.
Sabine Bode, geb. 1947, begann ihre journalistische Tätigkeit als Redakteurin beim Kölner Stadt-Anzeiger. Seit 1977 lebt sie als freie Journalistin und Buchautorin in Köln und arbeitet überwiegend für die Kulturredaktionen des Hörfunks von WDR und NDR. Zusammen mit Fritz Roth schrieb sie die Bücher "Der Trauer eine Heimat geben", "Wenn die Wiege leer bleibt" und "Trauer hat viele Farben". Ihr bekanntestes Buch "Die vergessene Generation - Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen", erschien 2004 bei Klett-Cotta.
Claudia Michelsen »gehört zu den besten Schauspielerinnen im Deutschen Fernsehen«, so die FAS. Seit 2013 ermittelt sie im Polizeiruf 110 in Magdeburg. Für ihre Rolle in der Verfilmung von Uwe Tellkamps »Der Turm« erhielt sie den Bambi, den Hessischen Filmpreis, den Grimme-Preis und die Goldene Kamera. Im Fernsehfilm »Grenzgang« spielte Michelsen die weibliche Hauptrolle, wofür sie 2014 ein weiteres Mal mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Ebenfalls 2014 spielte sie in Til Schweigers Kinofilm »Honig im Kopf«. 2016 war Michelsen im Fernsehdreiteiler »Ku’damm 56« und in den Fortsetzungen »Ku’damm 59«, »Ku’damm 63« und »Ku’damm 77« zu sehen. Für Random House Audio liest sie die Kate-Linville-Thriller von Charlotte Link.