Was aber geschieht, wenn wir uns von einer Sprachmaschine die Welt erklären, Werte vermitteln und das Denken abnehmen lassen? Gewöhnen uns ChatGPT und Co. das Lesen, Schreiben und Denken ab? Überreden sie uns zu Ansichten, die wir gar nicht haben? Entmündigen sie uns gerade dadurch, dass sie uns so eifrig zu Diensten sind? Und wer hat eigentlich in wessen Auftrag die Sprachmaschinen erzogen? Diesen und weiteren Fragen geht der Medienphilosoph Roberto Simanowski nach – mit dem Gespür dafür, wie die neue Technik die Situation des Menschen subtil, aber enorm folgenreich verändern wird.
Ungekürzte Lesung mit Christian Baumann
9h 25min
Roberto Simanowski, Kulturwissenschaftler und Medienphilosoph, lebt in Rio de Janeiro und Berlin und ist Autor von 15 Büchern über Kunst, Kultur und Politik der digitalen Medien. Nach Professuren in den USA, Hongkong und der Schweiz forscht er derzeit als Visiting Scholar an der Harvard University und an der Freien Universität Berlin. Sein Buch »Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz« wurde 2020 mit dem Tractatus-Preis für philosophische Essayistik ausgezeichnet.
Christian Baumann, geboren 1967 in Landshut, steht als Schauspieler seit 1996 auf der Bühne, vor allem im Münchner Metropoltheater. Er war im »Polizeiruf 110« unter der Regie von Dominik Graf zu sehen sowie in der Thrillerserie »Der Pass«, die mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Seine Stimme ist regelmäßig beim Bayerischen Rundfunk sowie in Hörbüchern, Dokumentationen und Reportagen zu hören.