Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Prag geboren. Von 1901 bis 1906 studierte er zunächst kurze Zeit Germanistik, dann Jura und promovierte zum Dr. jur. Nach einer einjährigen »Rechtspraxis« ging er 1907 zu den »Assicurazioni Generali« und ein Jahr später als Jurist zur »Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt«, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1922 blieb. Ende 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz, es war der Beginn einer Tuberkulose, an der er am 3. Juni 1924 starb.
Der Schauspieler und Schriftsteller Mario Adorf (1930–2026) besuchte nach dem Studium der Philologie und Theaterwissenschaften die Otto-Falckenberg-Schule in München und war bis 1962 an den Münchener Kammerspielen beschäftigt. In seiner Laufbahn war Mario Adorf an unzähligen Theaterbühnen engagiert und drehte über hundert Filme im In- und Ausland. Sein erster großer Erfolg in der Schurkenrolle, die für ihn charakteristisch wurde, war in »Nachts, wenn der Teufel kam«. In den 1960er-Jahren wurde er zum Star etlicher Italo-Produktionen wie »Allein gegen die Mafia«. Im Jungen Deutschen Film der 70er und 80er Jahre arbeitete er mit großen Regisseuren zusammen, z.B. in »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« und »Die Blechtrommel« mit Volker Schlöndorff oder in »Lola« mit Rainer Werner Fassbinder. Ende der 80er Jahre war er schließlich durch Serien wie »Kir Royal« oder »Der große Bellheim« von Helmut Dietl aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken. Für seine Verdienste um den deutschen Film wurde Mario Adorf 2004 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Auch als Autor war er mehrfach in Erscheinung getreten.
Dirk Bach (1961–2012) war Schauspieler, Moderator, Hörbuch- und Synchronsprecher und zählte im deutschen Fernsehen wie auf der Bühne zu den populärsten Komikern. Nach ersten Erfahrungen auf Studentenbühnen und in freien Theatergruppen im In- und Ausland wurde er 1992 festes Ensemblemitglied des Kölner Schauspielhauses. Einem breiteren Publikum wurde er 1992 mit der »Dirk Bach Show« (RTL und Super RTL) bekannt. Unzählige Auftritte in Serien (»Lukas«, »Der kleine Mönch«), Shows, als Moderator (»Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!«, »Schillerstraße«) und Schauspieler verankerten ihn fest als bekannte Comedy-Größe. Er blieb auch dem Theater treu, beispielsweise gehörte er 2010 zum Ensemble der Wormser Nibelungen-Festspiele und lieh als Synchron- und Hörbuchsprecher unterschiedlichsten Stoffen seine charakteristische Stimme. Seine Arbeit wurde u.a. mit dem Telestar, zwei mal dem Deutschen Comedypreis und der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Für seinen sozialen Einsatz für die Gleichberechtigung von Homosexuellen und im Kampf gegen HIV und AIDS erhielt Dirk Bach den ›Humanitarian Award‹ sowie den ›Reminders Day Award‹.
Mechthild Großmann drehte mit Fassbinder, arbeitete viele Jahre lang am Theater mit Pina Bausch und spielte in zahlreichen TV-Filmen. Von 2002 bis 2025 begeisterte sie mit ihrer unverkennbaren Stimme als Staatsanwältin im Münsteraner »Tatort«.