Die Torheit persönlich betritt das Podium und hält eine Lobrede — auf sich selbst. Denn wer, so fragt sie, hält die Welt eigentlich am Laufen? Die Weisen gewiss nicht: Ehe, Ehrgeiz, Krieg, Frömmigkeit, Gelehrsamkeit — nichts davon käme ohne eine gehörige Portion Narrheit aus. Was als geistreiches Spiel beginnt, wird zur schneidenden Satire auf Mönche, Theologen, Fürsten und Päpste — so treffend, dass das Buch bald auf dem Index stand. Erasmus schrieb sein "Lob der Torheit" 1509 in einer Woche, im Haus seines Freundes Thomas Morus — und schuf das witzigste Buch des Humanismus, dessen Spott bis heute sitzt. Ein kurzes, funkelndes Meisterwerk der Weltliteratur. Hans Jochim Schmidt liest das vollständige Werk, ungekürzt.
Die Torheit persönlich betritt das Podium und hält eine Lobrede — auf sich selbst. Denn wer, so fragt sie, hält die Welt eigentlich am Laufen? Die Weisen gewiss nicht: Ehe, Ehrgeiz, Krieg, Frömmigkeit, Gelehrsamkeit — nichts davon käme ohne eine gehörige Portion Narrheit aus. Was als geistreiches...