Zum 100. Geburtstag des Literaturnobelpreisträgers am 25. Juli 2005
Einer der größten Romane von Elias Canetti in einer brillianten Hörspiel-Inszenierung mit großartiger Besetzung!
(Laufzeit: 2h 53)
Elias Canetti wurde 1905 als ältester Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Rustschuk, Bulgarien, geboren. Sein Leben war von Reisen, Flucht und Emigration geprägt, er verbrachte Abschnitte seines Lebens in Manchester, Wien - wo er ab 1924 Chemie studierte - Zürich und Paris. Dieser bewegten Biographie ist es zu verdanken, dass Canettis Werke in deutscher Sprache verfasst wurden. Während eines Aufenthalts in Berlin begegnete er Grosz, Babel und Brecht. In den dreißiger Jahren erschienen seine ersten Werke, darunter der später weltberühmte Roman "Die Blendung" (1935). In London begann Elias Canetti mit dem groß angelegten Essay "Masse und Macht", er verfasste Dramen, Aphorismen und Romane. Eines seiner bedeutendsten Werke ist zweifellos die dreibändige Autobiographie, an der er zwischen 1971 und 1985 schrieb. Im Jahre 1981 erhielt Elias Canetti mit dem "Nobelpreis für Literatur" endlich die ihm gebührende Auszeichnung. Darüber hinaus erhielt er unter anderem den "Georg-Büchner-Preis" und den "Deutschen Kritikerpreis". Er starb im August 1994 und wurde in einem Ehrengrab der Stadt Zürich gleich neben James Joyce beerdigt.
Peter Simonischek (1946–2023) absolvierte seine Ausbildung an der Akademie für Musik und darstellende Künste in Graz. Nach verschiedenen Engagements in Graz, St. Gallen und Bern spielte er 20 Jahre an der Berliner Schaubühne, u. a. bei Peter Stein, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy, Robert Wilson und Andrea Breth. Ab 1999 war Simonischek festes Ensemblemitglied am Burgtheater Wien, wo er u. a. mit Andrea Breth, Thomas Langhoff, Peter Zadek und Anselm Weber arbeitete. Von 2002 bis 2009 spielte er auf den Salzburger Festspielen über 100 mal die Hauptrolle im »Jedermann« von Hugo von Hofmannsthal. Sein erfolgreichstes Stück ist »Kunst« von Yasmina Reza, das er seit 1995 über 450 mal spielte. Für seine Rolle im Kinofilm »Hierankl« und den Fernsehfilm »Liebesjahre« wurde Simonischek 2006 und 2012 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Kinofilm »Toni Erdmann«, in dem Simonischek die Hauptrolle spielte, wurde als bester ausländischer Film für einen Oscar nominiert. Simonischek erhielt dafür den Europäischen Filmpreis, den Ernst-Lubitsch-Preis sowie den Österreichischen und den Deutschen Filmpreis. Außerdem wurde er zweimal mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet, und zwar für seine Lesung von »Der Meister des Jüngsten Tages« von Leo Perutz und des Briefwechsels zwischen Thomas Bernhard und Siegfried Unseld. Simonischek war regelmäßig auf der Bühne des Burgtheaters zu sehen, neuere Kinoproduktionen waren 2018 »Kursk« (Regie: Thomas Vinterberg) und »Der Dolmetscher« (Regie: Martin Sulík).
Felix von Manteuffel, geboren 1945, gehört zu den großen deutschen Schauspielern der Gegenwart. Er spielte und spielt u. a. im Ensemble der Münchner Kammerspiele, am Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Burgtheater Wien, am Bayerischen Staatsschauspiel München sowie am Schauspiel Frankfurt. Daneben ist er regelmäßig im Fernsehen zu sehen und spielte im Kinofilm »Requiem für eine romantische Frau«. Seine markante Charakterstimme ist aus zahlreichen Hörbüchern und großen Rundfunk-Hörspielproduktionen wie »Der Zauberberg« nach Thomas Mann, »Moby-Dick oder Der Wal« nach Herman Melville oder »Jenseits von Eden« nach John Steinbeck bekannt.
Robert Matejka (1946-2011) war ein österreichischer Hörfunkregisseur und Redakteur. Nach seinem Wechsel zum RIAS im Jahr 1971 prägte er über Jahrzehnte die deutschsprachige Hörspiel- und Featurelandschaft. Später arbeitete er für Deutschlandradio Kultur und wurde mehrfach mit der Auszeichnung »Hörspiel des Monats« geehrt. Seine Regiearbeit zu »Die Wolfshaut« von Hans Lebert wurde 2005 in Österreich als »Hörspiel des Jahres« ausgezeichnet.