Christoph Lieber mag klare Abläufe, verlässliche Pläne und Aufgaben, die sich erledigen lassen. Sein vorübergehender Einsatz in Bernkastel-Kues sollte genau das sein: ein paar Wochen die örtliche Zweigstelle stabilisieren und kurz vor Weihnachten zurück nach Köln fahren.
Dann entdeckt er die Nikolauspost.
Seit Jahren schreiben Kinder aus dem Ort ihre Wünsche an den Nikolaus. Doch die Frau, die alles organisiert hat, liegt im Krankenhaus, die Briefe stapeln sich – und ausgerechnet Fabian Schneider ist fest entschlossen, die Tradition zu retten.
Fabian kennt den Ort, die Menschen und jede kleine Eigenheit der Nikolauspost. Christoph dagegen will Zuständigkeiten, Regeln und einen Plan. Was als ständiges Aneinandergeraten beginnt, wird langsam zu gemeinsamer Arbeit, langen Abenden zwischen Briefen und Kaffee und Gesprächen, die persönlicher werden, als Christoph vorgesehen hatte.
Je näher Weihnachten rückt, desto schwieriger wird eine Frage, für die es kein Formular gibt: Was passiert, wenn etwas, das nur vorübergehend sein sollte, plötzlich nach Zuhause aussieht?